Prof. Dr. Gregor Thüsing

Nach seinem Studium der Rechts­wissen­schaften an der Universität zu Köln arbeitete Georg Thüsing als Wissen­schaftlicher Mitarbeiter am dortigen Institut für Arbeits- und Wirtschafts­recht. 1995 promovierte er als Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung bei Herbert Wiedemann summa cum laude zum Thema „Der Außenseiter im Arbeitskampf“. Nach seinem Zweiten Juristischen Staats­examen erfolgte seine Graduierung zum LL.M. an der Harvard Law School. Mit bestandenem bar exam erhielt er die Zulassung als Rechts­anwalt (Attorney at Law) für den Staat New York. Als Schüler Wiedemanns wurde Thüsing im Jahr 2000 als Stipendiat der Studien­stiftung des deutschen Volkes und der DFG von der juristischen Fakultät der Universität zu Köln habilitiert. Seit 2004 ist er Universitäts­professor an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und Direktor des Instituts für Arbeitsrecht und Recht der Sozialen Sicherheit.

In den vergangenen zehn Jahren war Prof. Dr. Gregor Thüsing mehr als zwanzig Mal Sach­verständiger bei Anhörungen verschiedener Ausschüsse des Bundes­tages. Er ist unter anderem Mitglied der Ständigen Deputation des Deutschen Juristentags, des Sach­verständigen­rats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheits­wesen sowie der Kommission zur Erarbeitung des 8. Familien­berichts der Bundes­regierung. Prof. Dr. Georg Thüsing ist zudem Vorsitzender der Gesellschaft für Europäische Sozial­politik, stellvertretender Vorsitzender des Kirchlichen Arbeits­gerichts Hamburg sowie stell­vertretender Vorsitzender der Gesellschaft für Versicherungs­wissenschaft und -gestaltung.

Als Koryphäe in seinem Fachgebiet freuen wir uns, dass Prof. Dr. Gregor Thüsing auch in diesem Jahr als Keynote Speaker einen Impulsvortrag zu Beginn des Forums hält: Gerechtig­keit ist das Ziel des Rechts – jeder würde zustimmen. Doch was ist Gerechtig­keit? Ergebnis­gleich­heit, Chancen­gleich­heit? Bedarf es manch­mal der Ungleich­behand­lung, der Förderung damit am Ende alle gleich sind? Gerechtig­keit und soziale Verant­wortung lassen sich nicht trennen. Eigen­tum verpflichtet und der An­spruch auf das soziale Existenz­minimum ist Aus­druck der Menschen­würde­garantie unseres Grund­gesetzes. Den Gerechtig­keits­anspruch unserer sozialen Sicherungs­systeme wie auch die Aufgabe private Initiative auszuloten, wird Thema seines Vortrags sein.