Für andere da sein, gemeinnützig aktiv werden, sich freiwillig und in besonders hohem Maß engagieren – dies zeichnet die Arbeit in Non-Profit-Organisationen aus.

Die Gefahr, stets zu geben und die eigenen Ressourcen dabei aus dem Blick zu verlieren ist dabei groß. Sie wird reduziert durch eine bewusste Selbstführung und die hohe Sinnhaftigkeit der Arbeit. Voraus­gesetzt, diese Sinn­dimension wird beachtet, gefördert und gelebt. Von Viktor E. Frankl, dem Wiener Psychologen, stammt das Zitat: „Der Wille zum Sinn bestimmt unser Leben! Wer Menschen motivieren will und Leistung fordert, muß Sinn­möglich­keiten bieten.“

Foto: adeo_Stefan-Weigand

Wir schlussfolgern daraus, wer kraftvoll leben und für andere etwas bewegen will, der braucht Sinn in seinem Tun. In Anlehnung an die Sinn-Theorie Frankls haben wir die AHA-Formel entwickelt, die für die Begriffe Acht­sam­keit, Haltung und Aktion steht und es leicht macht, Sinn­erfah­rungen im beruflichen Alltag zu verstärken.

DIE AHA FORMEL KENNEN UND NUTZEN
1. Achtsamkeit entwickeln: Unterbrechen Sie belastende Gedanken­schleifen indem Sie den schönen Momenten mehr Auf­merk­sam­keit widmen. Nutzen Sie Warte­zeiten ohne sofort das Handy zu zücken und nehmen Sie statt dessen Ihre Umgebung wahr. Riechen und sehen Sie den beginnenden Frühling. Lassen Sie sich von der Auf­bruch­stimmung der Natur anstecken und nehmen Sie bewusst wahr, wie scheinbar totes Leben kraft­voll erblüht.
2. Haltung reflektieren: Unsere Haltung hat maß­geblich mit den eigenen Ein­stel­lungen und Werten zu tun. Es kommt darauf an, wie wir mit dem umgehen, was uns begegnet. Gehen Sie bei Ärger oder Stress innerlich auf Distanz und machen Sie sich bewusst, dass die gleiche Situation aus der Perspek­tive einer anderen Person oder mit etwas zeit­lichem Abstand bei weitem nicht mehr so dramatisch ist. Dies hilft Unab­änder­liches zu akzeptieren und gelassener mit Stress umzu­gehen.
3. Aktion starten: Etwas tun, statt nur zu klagen hat eine befreiende Wirkung. Manchmal genügt eine kleine Aktion, eine einzige Veränderung und es ändert sich das ganze System. Beginnen Sie, wenn Sie etwas verändern wollen mit dem Leichtesten: ein Danke der Mit­arbeiterin, eine Frage nach der Befind­lich­keit, eine Ent­schul­digung statt einer Recht­ferti­gung. Stellen Sie sich vor, es wäre nur für heute und beobachten Sie, wie es Ihnen und Ihrer Umgebung damit geht.

Mit solchen Strategien können wir Sinn mehren und innere Berge versetzen. Probieren Sie es aus, denn gerade in NPOs gilt: Wir müssen uns selbst Gutes tun, wollen wir der Welt unser Bestes geben.

Beate & Olaf Hofmann
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